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Social Media in Kombination mit klassischer Werbung

Donnerstag, 1. April 2010

Heute würde ich gerne ein paar persönliche Erfahrung im Bereich Social Media in Kombination mit klassischer Werbung mitteilen und versuchen diese etwas zu deuten.

In vielen Social Media Büchern wird empfohlen auf Flyern, Webseiten oder Visitenkarten, also die klassische Art der Werbung, auf seinen Twitter Account hinzuweisen. Ok, dass sind alles Medien, die man entweder leicht mitnehmen kann oder man direkt per Link auf den Twitter Account kommt. Was ist aber mit der anderen klassischen Werbung: Plakate, Anzeigen in Zeitungen/Zeitschriften, etc. Leider reichte mein Budget weder für ein Plakat noch für eine Werbeanzeige, also musste eine andere Idee her. Dazu habe ich den Besuch der CeBit und mich selber als Werbefläche  genutzt. Das dabei entstandene T-Shirt hatte auf der Rückseite folgenden Aufdruck

Followme-277x300 in Das ganze sollte spaßig gedacht sein und auch einen gewissen Erfolg erzielen. Für den Fall auf Nachfragen hatte ich auch echte Post-Its mit dem Text bedruckt, die ich rausgegeben hätte, wenn jemand nichts zu schreiben gehabt hätte.

Ich hatte keine Ahnung, was ich erwarten sollte. Was ist jetzt aber passiert?

Ich hatte ein paar Jugendliche, die der Aufforderung nachgekommen sind, aber mehr als 5 Leute sind nicht zusammen gekommen Icon Wink in . Direkte Ansprachen auf den Twitter Account gab es eigentlich gar nicht, sodass ich auch keine meiner echten Post-Its losgeworden bin. Generell gab es also fast kein direktes Feedback auf der CeBit. Ich muss aber sagen, dass in der Zeit nach der CeBit die Anzahl der Follower leicht gestiegen ist, ohne das ich mein Twitter-Verhalten geändert habe. Auf Nachfrage, ob mir jemand wegen der CeBit folgt, gab es allerdings keine Reaktion.

Wie lässt sich das Ergebnis erklären?

Social Media ist im Internet angesiedelt. Dieses Internet zieht, durch die Smartphones und des immer besser werdenden mobilen Internet, immer mehr auf mobile Endgeräte und damit in die Taschen der Nutzer. Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Bekanntheit von Twitter in Deutschland. Ich bin davon ausgegangen, dass Besucher der CeBit in beiden Punkten Vorreiter sein sollten und den Spruch verstehen und direkt vor Ort nutzen können. Dies scheint nicht der Fall zu sein und wenn diese Art der Werbung schon CeBit Besuchern nicht richtig ankommt, werden Plakate in der Öffentlichkeit noch weniger Erfolg versprechen.

Wie erfolgreich könnten Printmedien genutzt werden?

Meiner Erfahrung und Meinung nach haben auch Printmedien, wie Zeitschriften und Zeitungen, geringer Erfolgsaussichten. Einerseits kann man die Werbung leicht in der Fülle übersehen und andererseits ist auch hier nicht die direkte Möglichkeit gegeben das Twitter-Profil aufzurufen. Visitenkarten und Flyer haben den Vorteil, dass sie exklusiver und handlicher Werbeträger sind. Somit kann man sie auch einfacher mit zum PC nehmen.

Wie kann die Zukunft aussehen?

Ich denke mit der Verbreitung des mobilen Internet können die Plakate interessanter Werbeträger für Social Media werden. Während man auf die S-Bahn wartet kann man die Zeit nutzen und sich das Profil oder die Gruppe anzusehen. Klassische Printwerbung sehe ich auch in Zukunft nicht als sinnvolle Werbefläche, jedoch könnten E-Paper mit Internetanbindung eine interessante Alternative werden. Hier ist auch die Einfachheit des Linkens gegeben. Was die Zukunft wirklich bringt, kann ich nicht sagen, meine Glaskugel ist in Reparatur…

PS: Alles was hier teilweise nur mit Twitter bezeichnet ist, kann auch auf andere Soziale Medien wie Facebook-Gruppen oder YouTube Videos übertragen werden.

Die Social Media Blase von Dell

Mittwoch, 3. Februar 2010

Heute möchte ich eine Blase platzen lassen: “Das Dell sehr gut im Bereich Social Media aufgestellt ist.” (Dell wird hier gerne als gutes Beispiel für Social Media genannt, wie man auch im Internet finden kann, u.a. http://mashable.com/2009/02/06/social-media-smartest-brands/, http://www.medienkompakt.de/index.php/social-media-best-practice-nike-dell/, http://www.website-marketing.ch/2101-twitter-kommerziell-dell/).

Nachdem ich mich in den Bereich Social Media eingelesen habe und den Sinn und Zweck dahinter verstanden hatte, konnte ich nicht verstehen, warum Dell im Zusammenhang mit Social Media so positiv dargestellt wird. Meinen Erfahrungen spiegelte das nicht wieder. Es ist wahr, dass Dell in sehr vielen Sozialen Netzen Gruppen oder ähnliches hat. Aber ist das schon Social Media? Jein.

Es ist sicherlich ein guter Anfang. Auf den verschiedenen Portalseiten werden auch haufenweise Informationen bereitgestellt, vorallem über Angebote von Dell. Aber ist das Bereitstellen von Informationen auf sozialen Plattformen alles was man mit Social Media erreichen kann?

Definitiv nein. Ich hatte ein Problem mit Dell und da ich mit dem Support nicht viel Erfolg hatte, habe ich mich entschlossen den Social Media Weg zu gehen, auf dem Dell so gut aufgestellt sein soll. Mein erster Schritt war ein Tweet, allerdings kam hier keine Reaktion. Ok, wäre etwas viel verlangt auf alle Tweet über Dell zu reagieren, aber es wäre perfektes Social Marketing. Im nächsten Schritt habe ich einen Tweet auf der offiziellen, von Dell erstellen, Fan-Seite von Facebook veröffentlich. Dies hat Reaktionen gezeigt, zumindest haben sich Leidensgenossen gemeldet, die gleiche Probleme hatten. Natürlich gab es auch Stimmen von Kunden die noch nie Probleme mit Dell hatten. Aber die gwünschte Reaktion, dass sich ein Dell Mitarbeiter äußert und versucht das Problem zu lösen, blieb aus.

Dell hat sich zwar in den verschiedenen Sozialen Netzwerken ein gute Grundlage für Social Media geschaffen, nutzt das mögliche Potenzial aber nicht im geringsten aus. Teilweise finde ich, dass Dell auf den verschiedenen Plattformen eher eine negative Stimmung erzeugt. Wenn sich unzufriedene Kunden äußern, aber keine Reaktion von Dell kommt, obwohl die Plattform von Dell bereitgestellt wurde. Bei gutem Social Media entsteht ein Dialog und es wird auf die Meinung der Kunden eingegangen. Eines der großen Vorteil ist das ungefilterte Feedback. Nirgends kann ein so klares Bild über die Meinung der eigenen Firma erzeugt werden. Sogar negatives Feedback kann einen positiven Eindruck hinterlassen, wenn die anderen User sehen, dass dem Kunden geholfen wird und zwar von der Firma selber. Dieses Feedback kann kostenlos genutzt werden und es müssen nicht teure Umfragen in Auftrag gegeben werden.

Dell hat hier das Problem, dass sie die Kanäle als Broadcast nutzt. Dell gibt Informationen über sich und die Angebote preis, aber reagiert nicht auf das Feedback der Kunden. Gerade dieser Punkt ist aber das wichtigste bei Social Media, auch um die Kunden zu binden.

Dieser Artikel ist auf Grund meiner eigenen Erfahrung mit Dell, sowie auf mein Wissen über Social Media, entstanden.

Review: Die Ich-Sender: Das Social Media-Prinzip

Dienstag, 26. Januar 2010

Heute gibt es den ersten Review über ein Buch aus dem Social Media Bereich. Warum ich gerade das Buch gewählt habe, weiss ich nicht. Ich wollte mich in den Bereich einlesen und eines der ersten Bücher die ich auf Amazon gefunden habe war:  Die Ich-Sender: Das Social Media-Prinzip – Twitter, Facebook & Communities erfolgreich einsetzen von Wolfgang Hünnekens. Nun aber zum Buch…

Das Buch beginnt mit einer Erzählung über eine reale Situation. Diese Situation, in der sich vielleicht auch der Leser befindet, begleitet uns das gesamte Buch. Es werden immer wieder Rückschlüsse auf die Situation gezogen. Ich finde, dass dies den Inhalt noch anschaulicher und verständlicher machen.

Zuerst wird das Social Media-Prinzip an sich erklärt. Was bedeutet Social Media? Welche Vorteile habe ich durch Social Media? Nachdem wir nun wissen, was wir machen wollen und warum wir das machen wollen, kommt die Nutzung von Social Media. Es werden kapitelweise verschiedene Medien dargestellt, von Twitter und Netzwerken wie Facebook über Wikis bis hin zu YouTube. Hierbei werden die Stärken und Schwächen der einzelnen Medien dargestellt. Teilweise werden nützliche Tools erwähnt und grobe rote Fäden aufgezeigt, die einem helfen die Medien effizienter zu nutzen.

Alles in allem wird das Prinzip (Potenziale, Vor-/Nachteile, …) von Social Media verständlich erklärt, wie es der Buchtitel schon sagt. Die Informationen zu den einzelnen Medien geben einen Überblick über die Möglichkeiten mit kleinen Tipps. Es reicht um die Medien privat zu verwenden. Für einen professionelleren Auftritt in den Social Medien würde ich weiterführende Literatur zu den einzelnen Medien empfehlen.