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Seminar 1: 3.Tag (18.12.09)

Dienstag, 12. Januar 2010

Auf geht’s zum Endspurt! Bei dem Wetter leider etwas verspätet.  Der letzte Tag stand komplett unter dem Thema “Schreiben leicht gemacht” und wir sollten unsere Laptops mitnehmen. Ich dachte also, dass wir am Ende des Tages schon einen ersten Entwurf unseren Businessplans in digitaler Form haben. Aber so sollte es nicht kommen…

Der Dozent stellte sich als Psychologe vor und nachdem er Karteikärtchen ausgeteilt hatte, erwartete ich Schlimmes. Wir sollten auf jedes Karteikärtchen Stichwörter schreiben, die uns zu jedem Bereich unseres Businessplans einfallen. Ich stand der Sache sehr skeptisch gegenüber. Es sollte aber noch schlimmer werden…

Wir bekammen riesige Blätter und Stifte, ich dachte ich sei im Kunstunterricht gelandet. Wir sollten uns zu einem Wort Gedanken machen und alles aufschreiben was uns einfällt. Diese Wörter konnten dann wieder Ausgangspunkt für neue Gedanken sein. Das Ergebnis war erschreckend. Ich hatte Wörter auf dem Blatt stehen, die mir sonst nie eingefallen wären.

So langsam fing ich das Ganze an zu begreifen, der Mann hat nicht umsonst Psychologie studiert. Ich wollte es nicht wahr haben, weil ich mich normalerweise an eine Aufgabe setze und Gedanken nur im Kopf mache. Jetzt musste ich erfahren, dass mir durch Karteikarten und “Aufschreiben und Weiterdenken” viel mehr und besseres einfällt. Ich finde das vorallem eine wichtige Erkenntniss für meine Generation, die nach Möglichkeit weg von Papier geht.

Nach dem Seminar haben mein Partner und ich mal Karteikarten getauscht und jeder war der Ansicht, dass dabei sinnvolle Sachen rausgekommen sind. Wir hatten zwar keinen groben Businessplan, aber zumindest ich habe eine Erkenntnis gewonnen, die mir nicht nur beim Businessplan nutzt.

Falls Sie nun mehr Interesse an diesen Schreibtechniken und Co. haben hier in ein Link zu den Büchern von Herrn Dr. Jürgen vom Scheidt. Außerdem seine Webseite (http://www.iak-talente.de/).

Seminar 1: 2.Tag (17.12.09)

Samstag, 9. Januar 2010

Gut ausgeschlafen stand uns nun der zweite Tag des Seminars gegenüber. Heute ging es eher um die erfolgreiche Umsetzung des Unternehmens.

Der erste Vortrag hatte das Thema “Wie finde ich den richtigen Namen für meine Firma?”. Diese Frage hat sich bestimmt jeder Gründer schon gestellt. Aber eine direkte Antwort haben wir auch dort nicht bekommen. Das wäre in der kurzen Zeit nicht möglich gewesen. Es wurde interessante Ansätze und aktuelle Trends gezeigt, die der aktuellen Namensgebung entsprechen. Die Kernaussage war eigentlich, dass der Name das Produkt/die Dienstleistung beschreiben sollte.

Nachdem wir nun einen Namen für unsere Firma hatten, war das zweite Thema “Unternehmenskommunikation in der Startphase – Auftritt, Image, Werbung”. Hier wurde vermittelt, wie in der Startphase, unter möglichst geringen Kosten, ein konsistentes Bild in der Öffentlichkeit geschaffen werden kann. Dazu wurden hauptsächliche sehr aktuelle Beispiele aus dem Social Media Bereich verwendet. (Dieses Thema scheint mir soviel Potenzial zu haben, dass ich mir Bücher zu dem Thema bestellt habe. Reviews zu den Bücher werden in den nächsten Wochen hier veröffentlicht.)

Nachdem wir wieder die Kantine überfallen und gestärkt waren ging es zum nächsten Vortrag. Diesesmal stand “Marketing und Public Relations – Mit seiner Marke Aufmerksamkeit erzeugen” auf dem Plan. Dieser Vortrag war nett gehalten und unterrichtete darüber, wie man durch bestimmte Aktivitäten Aufmerksam in der Öffentlichkeit erreicht. Diese sollte natürlich in den meisten Fällen positiv und nach Möglichkeit kostenlos sein. Bei diesem Thema ging es hauptsächlich darum, dass Dritte über das Unternehmen berichten.

Im nächsten Vortrag “Preisbildung – Wie finde ich den richtigen Preis für mein Produkt?” war eine Gastrednerin dabei, die in der Vergangenheit am Münchner Business Plan Wettbewerb (MBPW) teilgenommen hat und ihre Erfahrung geteilt hat. Hier war das wichtigste, dass nicht nur die Nachfrage den Preis macht. Der Preis muss auch zur Zielgruppe und der Marke passen.

Das letzte Thema des Tages war “Projekte koordinieren”. Ich muss leider gestehen, der schlechteste Vortrag dieses Tages. Es wurden zwar Meilensteine in einer Excel-Tabelle gezeigt, aber unter dem Thema hätte ich mir etwas anderes vorgestellt, etwas was wirklich mit dem Thema zu tun hat. Es hatte maximal etwas mit “Projekte planen mit Excel” gemeinsam. Ich hätte mir ein paar Methoden oder Fachbegriffe gewünscht wie “Scrum” oder “kritischer Pfad”, vielleicht eine Meilenstein-Trend-Analyse. Vorallem habe ich persönlich diese riesen Excel-Tabelle nicht nachvollziehen können. Nach diesem Schock wurden wir in den wohlverdienten Feierabend entlassen.

Seminar 1: 1.Tag (16.12.09)

Mittwoch, 6. Januar 2010

Nachdem der Kollege und ich vom 2. Jour Fixe positiv überrascht waren, haben wir uns für das volle Programm des 1. Seminars (3 Tage) angemeldet. An dieser Stelle sei positiv erwähnt, dass alle Seminare kostenlos angeboten werden. Der erste Tag ging im weitesten Sinne darum, wie aus einer Idee ein Businessplan wird.

Der erste Vortrag hatte den Titel “Wie wird aus meiner Idee eine
Geschäftidee?”. In diesem Vortrag ging es hauptsächlich um die Umsetzung der Geschäftsidee in einen Businessplan für den Münchner Business Plan Wetterwerb (MBPW). Der Vortrag wurde durch den einen oder anderen Joke aufgefrischt und ihm war gut zu folgen.

Nachdem der erste Vortrag vorbei und die Gehirnleistung durch Kaffee wieder angeregt wurde, kam der zweite Vortrag mit dem Thema “Grundstruktur eines BP”. Auch hier wurde das erste Thema unter gleichem Dozenten fortgeführt, wobei mehr auf die eigentliche Struktur für die verschiedenen Stages des MBPW und nicht nur die benötigten Überlegungen eingegangen wurde.

Der Vormittag hatte also den Schwerpunkt auf die Anforderungen und Inhalte des MBPW. Zum Stärken ging es in die Kantine der Münchner Stadtwerke, wo sich das Essen durchaus sehen lassen kann.

Gut gestärkt ging es zum dritten Vortrag des Tages “Was kostet…? Kostenfaktoren an die Gründer denken müssen”. In diesem Vortrag wurden einige Kosten genannt, die man als Gründer nicht direkt auf dem Plan hat. Hier konnten einige Punkte für den Businessplan aufgegriffen werden.

Der vorletzte Vortrag des Tages war nochmal eine Härteprobe: “Die “richtige” Rechtsform für Unternehmensgründer” Generell ein wichtiges Thema für jeden Gründer. Allerdings war der Dozent ein Rechtsanwalt, der sich sicherlich mit dem Thema sehr gut auskennt, aber nicht wirklich interessant vortragen konnte. Ich habe aus diesem Vortrag leider wenig Informationen mitgenommen, die für mich interessant waren. Der Vortragende ist zwar sehr detailiert auf die Fragen einzelner Teilnehmer eingegangen, aber dies war für alle Teilnehmer, die nicht in der gleichen Situation sind, eher uninteressant.

Nach dieser Erfahrung ging es mit wenig Erwartungen in das letzte Thema des Tages “Psychologische Grundlagen der Kommunikation”. In diesem Vortrag wurden wir aber zum Abschluss des Tages noch einmal positiv überrascht. Es wurden zwar Themen angesprochen, die ich schon in anderen Seminaren gehört hatte. Diese wurden aber interessant aufbereitet und hatten neben dem reinen Auffrischungseffekt auch einen vertiefenden Effekt. Ein Problem bei diesem Thema ist, dass man den Stoff zwar theoretisch oft hört, aber sich in der realen Situation nur selten daran erinnert. Ein sehr gelungener Abschluss des Tages.